Ein natürliches Ergebnis der Haartransplantation entsteht durch die Gestaltung eines Haaransatzes, der zu den anatomischen Proportionen des Gesichts passt und die langfristige Dynamik des Haarverlusts berücksichtigt. Ziel ist ein Rahmen, der auf den ersten Blick natürlich wirkt und mit den Jahren nicht künstlich erscheint.
Höhe und Form des Haaransatzes werden deshalb nicht willkürlich festgelegt; als Referenzpunkte im Gesicht dienen Glabella (Bereich zwischen den Augenbrauen), Nasenwurzel, lateraler Kanthus (äußerer Augenwinkel) und Tragus. Eine altersgerechte Positionierung ist grundlegend: zu tief gesetzte Haaransätze, die mit der Zeit unnatürlich wirken können, werden vermieden.
Tiefe der Geheimratsecken, Stirnbreite, Gesichtssymmetrie und der passende Typ des Haaransatzes werden gemeinsam beurteilt — leichte M-Form, weicher Bogen und reifer männlicher Haaransatz; bei Patientinnen ein ovalerer und runderer Rahmen.
Vier Prinzipien für ein natürliches Erscheinungsbild
- Analyse der Gesichtsproportionen — die Höhe des Haaransatzes wird nicht nach einer festen Schablone, sondern anhand von Referenzpunkten im Gesicht bestimmt.
- Altersgerechtigkeit — ein Haaransatz, der heute natürlich wirkt, muss auch in fünfzehn Jahren natürlich wirken.
- Management des Spenderbereichs — jeder im vorderen Band verbrauchte Graft steht für die hinteren Bereiche nicht mehr zur Verfügung.
- Mikro-Unregelmäßigkeit — eine vollkommen gerade Linie ist nicht natürlich; die Übergangszone wird mit kontrollierter Unregelmäßigkeit aufgebaut.
Zwei häufige Fehler sind der zu geringe Einsatz von Einzelhaar-Grafts im vorderen Band und ein zu tief gesetzter Haaransatz. Eine korrekte Graftarchitektur — Einzelhaar-Grafts im vorderen Band, abgestufte Dichte, richtiger Winkel, richtige Richtung und Tiefe — sorgt dafür, dass der Haaransatz im ersten Eindruck natürlich wirkt und auf lange Sicht tragfähig bleibt.